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Philipp HILDEBRAND
1830-?
Anna Juliana WINTER
1831-?

Philipp war einer der Nachkommen des Bierbrauers Kaspar Hildebrand, und er wanderte zu den Victorianischen Goldfeldern in der Mitte der 1850er Jahre ab. Am 6. Juli 1830 geboren, war er das älteste Kind von Philipp Hildebrand IV, auch ein Bierbrauer und Anna Margaretha Maas, deren Vater die Wagen baute, auf denen die Bierfässer von der Brauerei ausgeliefert wurden. Die anderen fünf Kinder, die in die Familie geboren wurden, waren auch Jungen, aber die zwei Jüngsten sind in der Kindheit gestorben.

Durch die fortschreitende Verschlechterung der Lebensbedingungen im Dorf verlor Philipp IV (senior) seine Arbeit, bald nach der Geburt seines ersten Sohnes, und er musste sich in die Warteschlangen der jungen Männer einreihen, die hofften, für die Saisonarbeit ausgewählt zu werden, die auf den landwirtschaftlichen Anwesen vorhanden war. 1856 verschlechterte sich die Lage der Familie, als Philipp senior starb. Philipps (junior) Bruder Christoph war in Victoria und er entschloss sich, ihm zu folgen. Während Johann Georg, der zweite Sohn, plante, nach Nordamerika auszuwandern.

Philipp heiratete seine Verlobte, Anna Juliana Winter, am 15. März 1857 und das Paar sagte Aufwiedersehen und verließ das Dorf zwei Tage später. Anna Juliana war eine Tochter des Schneiders Johann Georg Winter; ihr Bruder Konrad war bereits auf den Goldfeldern und der andere überlebende Bruder, Jakob, ging mit Christoph Hildebrand. Das junge Paar gelangte in die englischen Hafenstadt Liverpool, rechtzeitig um ihre Plätze auf der „Euroclydon“ zu buchen, die jetzt von ihren neuen Inhabern in “Greyhound” umbenannt wurde, wohl in der Hoffnung, dass sie die 20.000 Kilometer lange Reise in weniger Zeit als ihre Rivalen schaffen möge. Sie lichtete die Anker am 14. Mai. Die einzigen anderen Nieder-Weiseler Passagiere an Bord waren der Witwer Jakob „Iltebrant“ und seine Kinder. Sie wollten einen Neu-Anfang in einem neuen Land wagen; er war nicht mit Philipp verwandt.

„Greyhound“ konnte ihrem neuen Namen keine Ehre machen, es dauerte mehr als 14 Wochen bis Philipp und Anna Juliana in Melbourne ausgeschifft wurden. Sie gingen nach Ballarat, um Nachrichten für ihre Verwandten zu überbringen und um Rat zu bekommen, wo in diesem merkwürdigen Land es die besten Chancen gab zu Bestehen.

Anna Juliana war im vierten Monate schwanger; Philipp fand Arbeit in Ballarat, während sie die Geburt ihrer Tochter Katharina abwarteten. Dieses fand vier Tage nach Neujahr 1858 statt und ihre Eltern ließen sie durch Pastor Niquet in der lutherischen Kirche in Ballarat am 17. Januar taufen, ihre Taufpatin war Katharina (vermutlich geborene Mohr aus Gambach), die Frau von Johann Jakob Lenz.

Philipp und Anna Juliana gingen dann nach Smythesdale, um sich den vielen anderen Nieder-Weiseler auf den Goldfeldern anzuschließen. Ein Sohn wurde dort am 29. Mai 1861 geboren und auch durch Pastor Niquet getauft, mit Jakob K Winter, ein Bruder von Anna Juliana, als Taufpate.

Schließlich ging die Familie nach Rocky Lead, nahe Creswick; hier arbeitete Philipp untertage als Bleibergmann mit Jakob Steinhauser und seinen Freunden aus Butzbach. In einem Brief, der von Jakob geschrieben wurde, erwähnt er, dass Philipp die Gesellschaft verlassen hatte und spät im Dezember 1864 nach Hause zurückgekommen sei. Dieses stimmt mit der Tatsache überein, dass die Taufaufzeichnungen der Kinder in den Nieder-Weiseler Kirchenbücher  unter einem Datum im Juni 1865 eingetragen sind. Katharina geborene Schmidt, Mutter von Anna Juliana, hatte ihre Enkelkinder nicht gesehen, da sie im Dezember 1863 starb. 

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